Die Stadt - Geschichte

Ibbenbüren wurde erstmalig am 14. April 1146 urkundlich erwähnt, als der damalige Bischof von Osnabrück, Philipp von Katzenelnbogen, dem Osnabrücker Getrudenkloster einen Teil der Steuereinnahmen aus Ibbenbüren („der Zehnt der Menschen in den Hütten in Hibbenburen“) schenkte. Obwohl Ibbenbüren bereits viel älter ist und eine Urkunde aus dem Jahre 1348 die Gründung einer Kirche bereits im Jahre 799 belegt, gilt 1146 offiziell als Gründungsjahr Ibbenbürens. In den Jahren 1219 beziehungsweise 1234 erscheint es als Kirchdorf. In diesem Übergang vom Hochmittelalter zum Spätmittelalter besaßen die Edelherren von Ibbenbüren, die Äbtissin von Herford und die Grafen von Tecklenburg Grundherrschaften im Ort. Zu dieser Zeit gehörte Ibbenbüren zur Diözese Osnabrück. Während dieser Zeit entstand auch das Schloss Ibbenbüren durch die Edelherren zu Ibbenbüren ab 1150. Letzter Rest dieses Schlosses sind die Überreste des Heidenturmes in der Nähe des Ibbenbürener Aasees.

Nach dem Aussterben der Edelherren von Ibbenbüren geriet Ibbenbüren unter die alleinige Herrschaft der Grafen von Tecklenburg. Diese Herrschaft dauerte bis zum Ende des 15. Jahrhunderts beziehungsweise Anfang des 16. Jahrhunderts, als Ibbenbüren durch ungeschicktes und glückloses Taktieren der Grafen von Tecklenburg im Jahre 1548 in den Besitz Kaiser Karls V. überging, der es seiner Schwester Maria, der Statthalterin der Niederlande schenkte. Ibbenbüren wurde dem Amt Lingen zugeordnet. In diesen Zeitraum fällt auch der Beginn der Steinkohleförderung in Ibbenbüren.

Nachdem Ibbenbüren im Achtzigjährigen Krieg in mehrfachen Wechsel unter die Kontrolle der Niederlande und Spanien geriet, kam es 1648 nach dem Westfälischen Frieden zum Hause Oranien. In dieser Zeit begann auch der Abbau von Eisenerz in und um Ibbenbüren, dessen Förderung bis in die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts andauern sollte. Im Rahmen der Erbfolge kam Ibbenbüren dann im Jahre 1702 unter preußischer Herrschaft. Am 1. Februar 1724 erlangte Ibbenbüren Stadtrechte, was unter anderem im Zusammenhang mit der Einführung der Akzise stand. Im Jahre 1743 wurde der erste Magistrat und Bürgermeister berufen.

Während der Herrschaft Napoleons zu Beginn des 19. Jahrhunderts gehörte Ibbenbüren zum Kaiserreich Frankreich, bis es 1815 von preußischen und russischen Truppen befreit und am 1. Januar 1816 wieder unter preußische Herrschaft gestellt wurde. In diesem Zusammenhang wurde die Stadt dem neu gegründeten Kreis Tecklenburg zugeordnet. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts war eine Verlegung des Landratsamts nach Ibbenbüren (Werthmühle) im Gespräch. Ein befürwortender Beschluss das Landtags wurde aber wegen der Kriegsgeschehnisse 1870/71 nicht umgesetzt. Vom Zweiten Weltkrieg blieb Ibbenbüren weitgehend verschont, jedoch war das Bergwerk auf dem Schafberg und auch der Mittellandkanal mehrfach Ziel alliierter Bombenangriffe. Ein bekannter regionaler Kriegsschauplatz liegt südlich zwischen Ibbenbüren und Riesenbeck. Diese sogenannte „Schlacht im Brumleytal“ wurde 2007 unter dem Namen „Leben und Sterben 45“ verfilmt. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs bildeten die Stadt Ibbenbüren und die Gemeinde Ibbenbüren-Land bis zum 31. Dezember 1974 den Amtsverband Ibbenbüren, der im Zuge der Gemeindereform in der heutigen Stadt Ibbenbüren aufging. Mit der gleichzeitigen Auflösung des Kreises Tecklenburg und Verschmelzung mit dem Altkreis Burgsteinfurt wurde Ibbenbüren dem neu gegründeten Kreis Steinfurt zugeordnet.

Am 26. August 1981 kam es in der Steinkohlezeche der Preussag (heute RAG) zu einem Grubenunglück, bei dem acht Bergleute ums Leben kamen.


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Info

Wappen
  • Bundesland: Nordrhein-Westfalen
  • Regierungsbezirk: Münster
  • Stadtgliederung: 9 Stadtteile
  • Höhe: 70 m ü. NN
  • Fläche: 108,85 km²
  • Breitengrad: 52° 17′ N
  • Längengrad: 7° 43′ O
  • Postleitzahlen: 49477, 49479
  • Kfz-Kennzeichen: ST (bis 1975: TE)
  • Vorwahl: 05451
  • Einwohner: ca. 51 581
  • Bevölkerungsdichte: 474 Einwohner je km²
  • Gemeindeschlüssel: 05 5 66 028
  • Adresse der Stadtverwaltung: Alte Münsterstraße 16
    49477 Ibbenbüren
  • Website: www.ibbenbueren.de